Dienstag, 20.09.2011




Mit Facebook gegen SMS-Flut an Rosh Hashana

Rosh Hashana steht vor der Tür – und mit ihm die innere Verpflichtung, möglichst vielen Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern ein gutes neues Jahr zu wünschen – wenn schon nicht persönlich, so doch zumindest per SMS.

Doch möglicherweise kommt in diesem Jahr alles ganz anders.

„Trotz der Verbraucherproteste der letzten Monate erwarten die Handy-Betreiber, auf unsere Kosten Millionen zu machen, wenn wir wieder unsere Rosh Hashana-SMS verschicken. Dieses Jahr sagen wir: Genug!“, heißt es in einer kürzlich gegründeten Facebook-Gruppe.

Die Betreiber haben sich offenbar von dem neuen Geist des zivilen Widerstands anstecken lassen, der sich über den Sommer in Israel ausgebreitet hat. Sie erklären auf ihrer Facebook-Seite weiter:

„Dieses Jahr senden wir keine SMS (keine persönlichen und keine Gruppen-SMS) zu Rosh Hashana.“

Natürlich sollen die Israelis nicht ganz auf die Neujahrsgrüße verzichten. Es gibt, so die Gründer der Gruppe, genug andere Wege, seinen Lieben ein gutes neues Jahr zu wünschen. Sogar die gute alte Postkarte wird neben vielen elektronischen Möglichkeiten als Alternative genannt.

Die Gruppe scheint Vielen aus dem Herzen zu sprechen: kurze Zeit nach ihrer Gründung hat sie bereits 6.500 Mitglieder.

(Haaretz, 20.09.11)