Dienstag, 08.11.2011




Iranisch-israelisches Ärztekonsil

Manchmal kann alles so einfach sein: Eine iranische Ärztin hat per E-Mail bei einem israelischen Kollegen Rat eingeholt – und selbstverständlich auch erhalten.

Dr. Adi Weissbuch aus dem Kaplan-Krankenhaus in Rehovot erhielt vor kurzem eine Mail aus einem Land, aus dem er sie nicht erwartet hätte: Eine iranische Ärztin suchte seinen Rat, nachdem sie einen Artikel von ihm in einer Fachzeitschrift gelesen hatte. Sie sendete ihm eine Kopie der Laborergebnisse des Falls, zu dem sie seine Einschätzung erbat.


Weissbuch (Foto: Kaplan-Krankenhaus)

Weissbuch zögerte nach eigenen Angaben keine Sekunde, den gewünschten Ratschlag zu geben: "Für mich als Arzt hängt die Behandlung von Patienten nicht von Nationalität, Geschlecht oder Religion ab. Wir sind an die moralische Verpflichtung gebunden, jeden zu behandeln und zu beraten, der es braucht. Ich habe in meiner Korrespondenz immer "Staat Israel" unter meinen Namen geschrieben, dies hat sie allerdings nicht irritiert", so der Arzt.

(Jerusalem Post, 08.11.11)