Mittwoch, 09.11.2011




Zeit zu handeln

Von Yigal Walt

Der dramatische Bericht der IAEA vom Dienstag, der zeigte, dass der Iran an der Entwicklung von Atomwaffen arbeitet, stellt eine riesige Erniedrigung für die Welt dar. Die internationale Gemeinschaft hat nun bereits seit Jahren diese Bedrohung ausgeblendet und sie entweder für erst im Entstehen oder für nicht existent erklärt. Währenddessen hat sie es unterlassen, sich ernsthaft mit den offensichtlichen nuklearen Ambitionen der Ayatollahs auseinanderzusetzen. Hat wirklich jemand geglaubt, dass sich die Bedrohung auf diese Weise in Luft auflösen würde?

Die unverblümten Enthüllungen in dem Bericht vom Dienstag haben die sogenannte weltweite Anstrengung lächerlich gemacht, die iranischen Pläne für die Bombe aufzuhalten. Sie haben auch klargestellt, in welch großem Maße Teheran sich über die Welt lustig macht. Der Iran füttert Staatsmänner mit Erklärungen, die nur zu gern bereit sind, sie ihm abzukaufen. Wie konnte nur jemand glauben, dass der iranische Nuklearreaktor zu Zwecken der "medizinischen Forschung" gebaut worden war?

Doch nun ist das Spiel aus, zumindest in seiner gegenwärtigen Form, mit einer Serie von Feststellungen, die mit Recht als schockierend bezeichnet werden können (zumindest auf ihren Inhalt bezogen, nicht insofern, als dass sie tatsächlich jemanden überraschen würden). Der Bericht stellt fest, dass der Iran "Aktivitäten durchgeführt hat, die für die Entwicklung eines atomaren Sprengkörpers relevant sind", und erklärt, er habe dabei Hilfe von einem "atomaren Untergrundnetzwerk" erhalten. Darüber hinaus seien die Sprengstoffversuche Teherans "starke Indikatoren für eine mögliche Entwicklung von Waffen", so die IAEA. 

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(Ynet, 09.11.11)

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