Mittwoch, 30.11.2011




The Liberal Case for Israel – Plädoyer eines Linken

Von Jonathan Miller

Eine palästinensische Flagge auf einer Demonstration für Schwulenrechte? Ironischerweise ein symbolhaftes Bild der neuen Linken. Und man kann den Ursprung dieser Allianz theoretisch nachvollziehen: Eine ungerecht behandelte Minderheit identifiziert sich mit der liebsten Opfergruppe der linken Akademiker.

Das Nebeneinanderstellen dieser zwei Anliegen könnte fast schon komisch sein, wäre es nicht so abgrundtief tragisch: Das Hamas-Regime, das durch diese Flagge repräsentiert wird, unterdrückt, erniedrigt, verhaftet, drangsaliert und foltert Schwule und Lesben. Stellen Sie sich einmal vor, was passieren würde, wenn Sie in Gaza eine Regenbogenfahne tragen würden! (Oder stellen Sie es sich lieber nicht vor.) 

Natürlich ist das Schwenken der Palästinafahne weniger Zeichen der Solidarität mit der Hamas, als vielmehr Symbol der radikalen Linken und ihrer beständigen Beschäftigung mit Israels widerwilliger Besetzung des Landes, das es im Zuge des Kampfes um seine Existenz 1967 während des Sechs-Tage-Krieges eingenommen hat.

Ich will diese Kolumne aber nicht nutzen, um über dieses Thema zu debattieren.
Vielmehr möchte ich als eingetragenes Mitglied der amerikanischen Mitte-Links Strömung – also als einer derer, die sich selbst als democrats, progressives oder liberals bezeichnen -  meine ideologischen Weggefährten auf eine viel zu wenig beachtete Realität hinweisen: Israel ist nicht nur die einzige Demokratie in der Region und der stärkste Partner der USA. Der jüdische Staat steht genauso gut – oder sogar besser – für die Werte der Freiheit und des Fortschritts wie jede andere Nation.

Weiter geht es auf unserem Blog: http://www.botschaftisrael.de/2011/11/30/the-liberal-case-for-israel-pladoyer-eines-linken/

Die im Newsletter veröffentlichten Kommentare geben nicht grundsätzlich den Standpunkt der israelischen Regierung wieder, sondern bieten einen Einblick in die politische Diskussion in Israel.