Mittwoch, 04.01.2012




Erster israelisch-palästinensischer Umweltpark begründet

Israel und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) haben ein einmaliges gemeinsames ökologisches Projekt angestoßen – einen Umweltpark.

Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt der Verwaltung des Bezirks Gilboa und der Stadt Jenin im Westjordanland mit dem Ziel der Renaturalisierung des Flusses Kishon.

Der 70 km lange Kishon gilt als einer der am stärksten verschmutzten Flüsse Israels. Schon lange gibt es Bemühungen, seine Wasserqualität wieder zu verbessern.

Nun haben israelische und palästinensische Teams die Arbeit an dem zukünftigen Kishon-Umweltpark aufgenommen.


Der Kishon (Foto: A. Levy)

Beide Bezirke sind übereingekommen, dass sie unter gemeinsamen Umweltproblemen leiden. Der geplante Umweltpark ist insofern ein Pilotprojekt, als für den Fall einer erfolgreichen Umsetzung bereits weitere Projekte angedacht sind. Gilboa und Jenin unterhalten bereits heute gute nachbarschaftliche Beziehungen, die sich auch in Wirtschaftsprojekten niederschlagen.

"Dieses Projekt bringt zwei der wichtigsten Werte unseres Bezirks zusammen – regionalen Frieden und Umweltschutz", so Landrat Daniel Atar. "Wir planen öffentliche Parks auf beiden Seiten des Sicherheitszauns in der Hoffnung, dass sie eines Tages zusammenwachsen können."

Nader al-Khateeb, Generaldirektor der Palästinensischen Organisation für Wasser und Umweltentwicklung (WEDO) fügte hinzu: "Umwelt und Wasser kennen keine Grenzen, Armeen und Zäune. Sie können eine Brücke für den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern sein."

(Ynet, 04.01.12)