Freitag, 23.11.2007




Israelische Ärzte helfen in Swaziland bei der AIDS-Bekämpfung

Ein israelisches Ärzteteam ist Anfang der Woche in Swaziland eingetroffen, um dort bei der Bekämpfung von AIDS behilflich zu sein. Es wird lokalen Ärzten beibringen, wie man sichere Beschneidungen durchführt. Neueste Studien haben bewiesen, dass die Beschneidung des männlichen Geschlechtsorgans das Risiko einer HIV-Infektion während des Geschlechtsverkehrs zwischen Mann und Frau um 60 Prozent reduziert.

Die Immunschwäche-Krankheit ist die nationale Tragödie des kleinen Königreichs im Süden Afrikas. Etwa 40 Prozent der eine Million Einwohner sind infiziert, die Bevölkerung schrumpft, und die hohe Todesrate hat bereits 70 000 Kinder zu Waisen gemacht. Swaziland ist das erste afrikanische Land, das Israel um Hilfe auf dem Gebiet der Beschneidung angesucht hat. So ist das Jerusalem Aids Project darum gebeten worden, vor Ort Ärzte in der Behandlung und der Logistik für die Beschneidung eines Viertels der Bevölkerung auszubilden.

Bei den israelischen Ärzten, die der ersten Delegation ihrer Art angehören, handelt es sich um Prof. Zyi Gimon vom Jerusalemer Hadassah-Krankenhaus in Ein Kerem, Dr. Francis Serour vom Wolfsohn-Krankenhaus in Holon und Dr. Yinon Shenkar, der das Jerusalem Aids Project repräsentiert. Unterstützt wird die Mission von der Hadassah Medical Foundation.

(Yedioth Ahronot, 23.11.07)


Informationen zum Jerusalem Aids Project finden sich unter dem folgenden Link: http://www.aidsnews.org.il/abouteng.htm