Montag, 02.04.2012




Israelischer Genetiker in Katar im Fernsehen

Ein ungewöhnlicher Gast hat an diesem Wochenende an der Fernsehsendung "Doha Debates" teilgenommen, die sich mit dem Thema "Blutsverwandtschaft" beschäftigte: Prof. Ohad Birk, Leiter des Soroka-Instituts für Genetik und des Labors für Humangenetik am Nationalen Institut für Biotechnologie im Negev war eingeladen, über das Phänomen der Cousin-Ehe in arabischen Gesellschaften und daraus folgende Probleme durch die Entstehung genetischer Dispositionen zu referieren.


(Foto: Soroka Universitäts-Klinikum)

Die Sendung, die in der BBC und verschiedenen arabischen Programmen ausgestrahlt wird, wird in der Hauptstadt des Emirats Katar produziert und hat regelmäßig weltweit etwa 400 Millionen Zuschauer. Ein Thema wird von mehreren Experten kontrovers diskutiert, und am Ende dürfen die Zuschauer im Saal abstimmen, wer sie am meisten überzeugt hat.

Birk gab an, mit gemischten Gefühlen in den Golfstaat gereist zu sein, die Sorgen hätten sich jedoch zerstreut, als er sowohl vom Produktionsteam als auch vom Publikum sehr herzlich aufgenommen wurde.

In der Abstimmung am Ende der Debatte werteten 80% der Zuschauer seinen Beitrag als den überzeugendsten und waren dafür, Cousin-Ehen nicht zu favorisieren.

(Jerusalem Post, 02.04.12)