Dienstag, 04.12.2007




Israel warnt vor Unterschätzung der iranischen Bedrohung

In Israel warnt man davor, die atomaren Ambitionen des Iran angesichts eines aktuellen US-Geheimdienstberichts zu unterschätzen. Dieser behauptet, dass Teheran sein Atomwaffenprogramm 2003 eingestellt habe, aber dennoch weiter Uran anreichere. Die Entwicklung einer iranischen Atombombe wäre insofern nach wie vor innerhalb der nächsten drei bis acht Jahre möglich.

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert sagte, der Bericht unterstreiche nur die Notwendigkeit verschärfter Sanktionen gegen den Iran. Er fügte hinzu: „Die USA beabsichtigen weiterhin, den Iran vom Bau von Atomwaffen  abzuhalten. Wir werden jede Anstrengung unternehmen – zuerst und vor allem anderen mit unseren Freunden in den USA -, um die Herstellung dieser Art von Waffe zu verhindern.“

Bereits vorher hatte Verteidigungsminister Ehud Barak beteuert, dass der Iran entgegen dem Bericht die Kernwaffen-Produktion fortsetze. Barak geht davon aus, dass der Iran das Programm vor vier Jahren tatsächlich gestoppt, es dann aber wieder aufgenommen habe.

(The Jerusalem Post, 04.12.07)