Donnerstag, 31.05.2012




Mit israelischer Methode gegen das Rauchen

Die transkranielle Magnetstimulationstherapie hat eine Erfolgsrate von über 40% als Methode, sich das Rauchen abzugewöhnen. Das zeigen die vorläufigen Ergebnisse einer israelischen Studie, die diese ungewöhnliche Methode untersucht.

Die Behandlung erfolgt mittels eines Apparates, der wie ein Helm auf den Kopf gezogen wird. Von dort gibt er Magnetstrahlen ins Gehirn ab, die auf das Nervensystem einwirken.

Die Therapiemethode wird bereits seit mehreren Jahren erfolgreich bei Depression und verschiedenen Suchterkrankungen wie Alkohol- und Drogenabhängigkeit angewandt. In einer großangelegten Studie untersuchen nun Forscher der Universität Tel Aviv und des Zentrums für seelische Gesundheit in Beer Yaakov bereits seit zweieinhalb Jahren erwachsene Raucher, die mehr als 20 Zigaretten am Tag rauchen.

Die Teilnehmer durchlaufen zweieinhalb Wochen lang jeden Tag eine Serie von 13 Behandlungen mit Magnetstrahlen. Jede Behandlung dauert 12 Minuten, die Stärke der Strahlen beträgt dabei 10 Hertz.

Einen Monat später unterziehen sich die Patienten noch einmal sechs Anwendungen. Jedes Mal, bevor sie an den Apparat angeschlossen werden, werden sie Zigarettenrauch ausgesetzt, um ein Verlangen nach einer Zigarette auszulösen.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die Magnetstrahlen das Bedürfnis nach einer Zigarette deutlich senkten und bei denjenigen Teilnehmern, die weiterhin rauchten, den Konsum deutlich eingeschränkt haben. 80% der Teilnehmer haben demnach nach der Behandlung ihren Zigarettenkonsum mehr als halbiert.

(Haaretz, 31.05.12)