Mittwoch, 06.06.2012




Armeedienst hilft Orthodoxen auf dem Arbeitsmarkt

Die „Kommission für eine gerechtere Verteilung der Belastungen unter den Bürgern“ setzt ihre Arbeit fort.

Bei der Sitzung am Dienstag stellte ein Vertreter der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) Zahlen zur Arbeitssituation ultraorthodoxer ehemaliger Wehrdienstleistender vor.

Demnach nehmen 91% der ehemaligen Soldaten in der Einheit Shahar und 87% des Bataillons Netzah Yehuda nach dem Armeedienst eine Berufstätigkeit auf. Beide Einheiten wurden eigens für  Ultraorthodoxe gegründet.


Soldaten des Bataillons Netzah Yehuda (Foto: IDF)

Aufgabe der „Kommission für eine gerechtere Verteilung der Belastungen unter den Bürgern“ ist die Ausarbeitung einer Alternative zum sogenannten „Tal-Gesetz“, das es bisher ultraorthodoxen Juden ermöglicht hat, dem Militärdienst fernzubleiben.

Prof. Eugene Kandel, der Vorsitzende des nationalen Rates für Wirtschaft und Gesellschaft im Amt des Ministerpräsidenten erklärte, die wachsende Zahl Ultraorthodoxer, die keinem Broterwerb nachgehen und daher auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, werde über kurz oder lang dazu führen, dass Israel die finanziellen Mittel fehlten, um die Sicherheit des Landes zu gewährleisten. 

(Haaretz, 06.06.12)