Mittwoch, 19.12.2007




Nach Bali – Israel fühlt sich dem Klimaschutz verpflichtet

Israel hat auf dem Klimagipfel in Bali seine Bereitschaft erklärt, sich an den internationalen Bemühungen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen sowie der Arbeit an einem neuen globalen Rahmenwerk für die Zeit nach Kyoto zu beteiligen.

Die israelische Delegation in Bali wurde von dem Knesset-Abgeordneten Shlomo Pines-Paz geleitet und setzte sich aus Vertretern zahlreicher Ministerien und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Neben dem Umweltschutz kam der Teilnahme der Delegation an der Konferenz in Indonesien auch eine politische Bedeutung zu. So trafen sich Pines und Yossi Inbar, der Generaldirektor des israelischen Umweltschutzministeriums, mit dem Umweltschutzminister Indonesiens (Bild), der zum Präsidenten der Konferenz gewählt worden war.

Obwohl Israel, das bereits das Kyoto-Abkommen von 1994 und das Klimawandelabkommen von 1996 ratifiziert hat, bisher im Klima-Bereich als Entwicklungsland klassifiziert worden ist, liegt es im Vergleich mit anderen Ländern in Hinsicht auf den Kohlendioxidausstoß durch Treibstoffverbrennung pro Kopf nur wenig hinter den als entwickelt klassifizierten Staaten. Daher hat es sich – obwohl es nicht dazu verpflichtet ist – zu freiwilligen Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen entschieden.

(Außenministerium des Staates Israel, 18.12.07)