Freitag, 20.07.2012




„Die Hintermänner sind im Iran und bei der Hisbollah zu suchen"

Botschafter Yakov Hadas-Handelsman hat der Rhein-Neckar-Zeitung ein Interview gegeben. In dem Interview nahm er unter anderem zu dem Anschlag auf israelische Touristen in Bulgarien, die deutsche Debatte um ein Beschneidungsverbot und die gesellschaftliche Situation in Israel Stellung.


Botschafter Hadas-Handelsman (Foto: RNZ)

Zu dem Anschlag in Bulgarien sagte er:

„Vor genau 18 Jahren ereignete sich der Bombenanschlag auf ein Gebäude der Jüdischen Gemeinde in Buenos Aires. Damals, wie heute sind die Hintermänner im Iran und bei der Hisbollah zu suchen. Deren Terrorismus unterscheidet nicht zwischen Nationalitäten. Zwar waren eindeutig Israelis das Ziel, doch auch Bulgaren wurden Opfer des Anschlags – genauso hätte es Angehörige anderer Nationalitäten treffen können, die sich ebenfalls im Flugzeug befanden.“

Auf die Frage, ob er erleichtert sei, dass die Bundesregierung Rechtssicherheit in der Frage der Knabenbeschneidung schaffen möchte, erklärte er:

„Ja, ich freue mich, dass dieses Problem gelöst werden wird. Das ist sehr positiv, denn an solchen Entscheidungen bemisst sich die religiöse Toleranz und der Pluralismus eines Staates. Es fängt mit der Beschneidung an. Aber schon morgen können andere religiöse Traditionen ins Visier geraten.“

Das vollständige Interview mit Botschafter Hadas-Handelsman finden Sie hier: http://www.rnz.de/HP_Interview/00_20120720074036_102371347_Die_Hintermaenner_sind_im_Iran_und_bei_der_His.php