Montag, 06.08.2012




Prosor zur Lage in Syrien

Der Ständige Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen, Botschafter Ron Prosor, hat sich in einer Rede vor der Generalversammlung der UN zur aktuellen Lage in Syrien geäußert.

Er erklärte unter anderem:

„[…] In dem Monat, seitdem wir uns das letzte Mal versammelt haben, um über Syrien zu sprechen, hat das Assad-Regime weitere Tausende Unschuldiger abgeschlachtet und wahllos Zivilisten – einschließlich Frauen und Kinder – unter Einsatz seiner Artillerie, Panzer und sogar der Luftwaffe ermordet.

[…]

Es ist klar, dass die syrischen Männer, Frauen und Kinder nicht die Opfer einer Naturkatastrophe sind. Sie sind auch keine Kriegsopfer. Die syrischen Zivilisten sind beabsichtigte Ziele eines brutalen Regimes und seiner Alliierten, die jedes nur denkbare Verbrechen begehen würden, um Bashar al-Assad an der Macht zu halten.

Iraner unterstützen Assads Henker. Sie wurden nach Syrien geschickt, um das syrische Regime am Leben zu halten und beteiligen sich an dem brutalen Abschlachten des syrischen Volkes. […]

Während der Sicherheitsrat in New York paralysiert bleibt, operiert der Terrorrat von Assad in Damaskus skrupellos weiter. Als Berater sitzen Assad Ahmadinejad und Nasrallah zur Seite, die ihm Ratschläge dazu geben, wie man das syrische Volk noch effektiver abschlachten kann.

[…]

All jene in diesen Hallen, die noch mehr Beweisen dafür fordern, dass die Hisbollah eine Terrororganisation ist, frage ich: Worauf warten Sie noch? Die Gruppe führt seit drei Jahrzehnten aktiv Terroranschläge durch. […]

Was muss die Hisbollah noch tun, damit die Welt versteht, dass sie eine Terrororganisation ist? Das Terrornetzwerk der Hisbollah erstreckt sich heute von westafrikanischen Städten über Gemeinden in Südamerika bis hin zu Dörfern im Libanon und Syrien. Wie viele Unschuldige müssen ihrem Terrorismus noch zum Opfer fallen, bevor die Welt handelt?

[…]

Ich möchte mich heute im Namen des israelischen und des gesamten jüdischen Volkes direkt an das syrische Volk wenden. Ich weiß, dass unsere beiden Nationen eine lange gemeinsame Geschichte des Konfliktes haben – und durch die Politik immer noch getrennt sind. Doch Israel reicht den Menschen in Syrien weiter seine Hand. Wir bieten Ihnen weiterhin humanitäre Hilfe, Lebensmittel und Medikamente an.

Und ich möchte diese Plattform heute einmal mehr nutzen, um Israels Hoffnung auf eine bessere Zukunft für das syrische Volk Ausdruck zu verleihen, ja, für alle Völker des Nahen Ostens – eine Zukunft der Freiheit, des Wohlstands und der Toleranz, eine gerechtere, friedliche Zukunft.“

(Außenministerium des Staates Israel, 03.08.12)