Mittwoch, 02.01.2008




Weihnachten 2007 in Bethlehem

Bethlehem hat zum Weihnachtsfest 2007 wieder deutlich mehr christliche Pilger angezogen als in den Jahren zuvor. Erstmals seit Jahren waren die Hotels voll belegt, und die Bürger der Stadt konnten einem fröhlichen Feiertag entgegensehen.  Offensichtlich ist der Aufschwung im Tourismus vor allem auf die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen auf der Konferenz in Annapolis zurückzuführen.

Israel hat für die christlichen Pilger über die Feiertage einen speziellen Übergang nach Bethlehem eingerichtet, den laut Angaben des israelischen Tourismusministeriums allein am Weihnachtstag 22 000 Besucher passierten - 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Unter ihnen waren 700 palästinensische Christen aus Gaza, denen die Teilnahme am Gottesdienst in Bethlehem durch eine Sondergenehmigung ermöglicht worden war.

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat bereits am 23. Dezember in seiner Jerusalemer Residenz Gemeindeoberhäupter israelischre Christen, Muslime und Drusen empfangen, um die verschiedenen Feiertage und das neue Jahr zu würdigen. Dabei sagte er: „Dies ist das erste Mal, dass Würdenträger des gesamten nicht-jüdischen Sektors zu Gast in diesem Hause zu Gast gewesen sind. Dies ist ein sehr wichtiges Treffen für mich und die gesamte israelische Regierung, die sich darum bemüht, dass jeder von ihnen sich als untrennbaren Teil des Staates Israel fühlt. Es gibt keine passendere Gelegenheit, diesem Gefühl Ausdruck zu verleihen, als jetzt, kurze Zeit nach Chanukka und Eid al-Adha und kurz vor Weihnachten. Ich wünsche allen fröhliche Feiertage und ein glückliches neues Jahr.“

Staatspräsident Shimon Peres hat am 31. Dezember mehr als 200 Repräsentanten der verschiedenen christlichen Konfessionen in seiner Residenz bewirtet, um ihnen alles Gute für das neue Jahr zu wünschen. An dem Empfang nahm – erstmals seit seiner offiziellen Anerkennung durch Israel – auch der griechisch-orthodoxe Patriarch Theopoulos III. teil.

(Außenministerium des Staates Israel, 26./31.12.07)