Donnerstag, 20.12.2012




Eine halbe Milliarde Dollar für die Klagemauer

Besucher stecken, so ist es Brauch, kleine Zettelchen mit Gebeten und Wünschen zwischen die Ritzen der Klagemauer.

Ein Betender hat nun dort etwas anderes entdeckt: Am Mittwoch fand er einen Umschlag mit 507 Schecks, von denen jeder einzelne auf die Summe von einer Million US-Dollar ausgestellt worden war.

Sie hatten jedoch weder einen Adressaten, noch ist es wahrscheinlich, dass sie gedeckt sind.

Rabbiner Shmuel Rabinovitch zufolge, der die Oberaufsicht an der Klagemauer hat, stammen die meisten der Schecks aus Nigeria; die Polizei erklärte, es seien auch Schecks aus den USA, Europa und Asien dabei gewesen.

Rabbiner Rabinovitch erläuterte, in den Spendenboxen der Klagemauer fänden sich häufiger Schecks über größere Summen, die jedoch bisher immer geplatzt seien. In den meisten Fällen kämen sie aus afrikanischen Ländern. Die Menschen wollten „dem Schöpfer alles geben, was sie haben“, erkläre er sich das Phänomen, so Rabinovitch.

(Ynet, 20.12.12)