Freitag, 22.03.2013




Der alte neue ZOB

Der Zentrale Omnibusbahnhof (Ha-Tachana ha-merkazit ha-chadasha) ist ein Mythos: Jeder, der Israel einmal mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereist hat, kennt das mehrstöckige Gebäude mit den vielen Bushaltestellen, das 1993 eingeweiht wurde und täglich mehr als 80.000 Reisenden als Ein-, Aus- und Umsteigeplatz dient.

Doch nun scheint es, als seien die Tage des schon vor seiner Einweihung umstrittenen Baus gezählt: Wie das Internetportal Ynet berichtet, plant die Stadt Tel Aviv, gänzlich auf einen ZOB zu verzichten und stattdessen einen Nord- und einen Südbahnhof zu betreiben.


So könnte eine Neubebauung aussehen (Animation: Stadt Tel Aviv)

Aber was wird aus dem Gebäude? Ynet zufolge sind genau drei Möglichkeiten im Gespräch: Eine Umwidmung, ein Teilabriss oder ein Abriss mit kompletter Neubebauung des freigewordenen Areals.

Eine Entscheidung scheint bei der Stadt noch nicht gefallen. Auch weist man dort darauf hin, dass das Gebäude selbst sich in Privatbesitz befinde und dort Dutzende Geschäfte und kleinere Verkehrsunternehmen angesiedelt seien.

Doch was immer auch geplant wird, es scheint, als würde der Bahnhof bald Vergangenheit.

(Ynet, 22.03.13)