Montag, 21.01.2008




Israelischer Spionagesatellit erfolgreich gestartet

Israel hat heute Morgen von Indien aus einen neuen Spionagesatelliten der Sorte TECSAR ins All geschickt, die als die bislang fortgeschrittenste gilt. Der Start mit einer indischen Trägerrakete wurde von israelischen und indischen Teams gemeinsam realisiert. Der von den Israel Aerospace Industries (IAI) hergestellte TECSAR vermag mit Hilfe von Radar Ziele selbst unter widrigen Wetterbedingungen zu identifizieren. Dies unterscheidet ihn von der bisher eingesetzten israelischen Satellitenserie ‚Ofek’, die sich auf Kameras stützt.

Vertreter der IAI teilten mit, dass der Satellit, der etwa 300 Kilogramm wiegt, um 5.45 Uhr startete und erfolgreich in der Umlaufbahn platziert wurde. Die Bodenstationen der IAI empfingen bereits um 7.10 Uhr Signale, dass alle Messparameter korrekt arbeiteten. Wissenschaftler und Ingenieure führen nun eine Reihe von Tests durch, um die Performanz der Systeme zu prüfen. Ein erstes Bild des Satelliten wird innerhalb von zwei Wochen erwartet.

Von der Inbetriebnahme des TECSAR, dessen Start wegen schlechter Witterung mehrmals verschoben worden war, erwartet Israel sich u.a. neue Aufklärungsmöglichkeiten in Bezug auf den Iran.

Insgesamt sind bisher 11 israelische Satelliten im Orbit platziert worden, darunter die Aufklärungssatelliten Ofek 5 und Ofek 7 sowie einige kommerzielle Satelliten. Im Rahmen seiner strategischen Kooperationsverpflichtungen beabsichtigt Israel, noch zwei weitere Spionagesatelliten ins All zu schicken.

(Haaretz, 21.01.08)