Mittwoch, 23.01.2008




Hamas-Führer ruft zum Kampf um „ganz Palästina“ auf

Der Leiter des Hamas-Politbüros in Damaskus, Haled Mashal ruft zum uneingeschränkten Kampf gegen Israel auf. In Bezug auf die aktuelle Situation betonte er heute, dass der Kampf der Palästinenser selbst dann weiter gehen würde, wenn der Gaza-Streifen in Treibstoff ertrinken würde.

Mashal machte dabei deutlich, dass seine Organisation auf die Eroberung Israels aus ist: „Der Kampf muss weitergehen, bis die Belagerung des Gaza-Streifens aufgehoben ist und bis zur Befreiung Palästinas – ganz Palästinas.“

Der prominente Hamas-Führer äußerte dies auf der „nationalen Konferenz zum Schutz der palästinensischen Grundsätze und Rechte“, die zurzeit in der syrischen Hauptstadt unter Teilnahme von Mitgliedern der Hamas, des Islamischen Jihad und anderen Terrororganisationen stattfindet. Von der Fatah wird die Veranstaltung boykottiert.

Die Öffnung der Grenze in Rafiah, wo im Laufe des Tages bereits 350 000 Palästinenser nach Ägypten eingeströmt sind, bezeichnete Mashal als wichtige Errungenschaft.

(Yedioth Ahronot, 23.01.08)


Tumulte in Rafiah (Foto: Reuters)

Das israelische Außenministerium hat sich zu den Ereignissen in Rafiah heute wie folgt geäußert:

„Die Ägypter sind entlang der Grenze zwischen Gaza und Ägypten im Einsatz. Es ist ihre Verantwortung, sicherzustellen, dass die Grenze ordnungsgemäß funktioniert, in Übereinstimmung mit den unterzeichneten Abkommen. Israel erwartet, dass die Ägypter das Problem lösen.“

(Außenministerium des Staates Israel, 23.01.08)