Mittwoch, 23.01.2008




Goldfische für die Parkinson-Forschung
Israelische Forscher vom Technion in Haifa haben den Goldfisch für die Erforschung von Parkinson entdeckt. Wie Orly Weinreb in einem jüngst in der renommierten Zeitschrift Nature Protocols erschienen Artikel darlegt, stellt das verbreitete Tier ein exzellentes Modell für die Erforschung der degenerativen neurologischen Krankheit und die Erprobung effektiverer Medikamente zu ihrer Bekämpfung dar.

Bevor der gemeine Goldfisch (Carassius auratus) durch die Verabreichung des Toxins MPTP als Modell für die Krankheit entwickelt wurde, waren Medikamente gegen Parkinson an Menschen, niederen Primaten und anderen Wirbeltieren getestet worden.

 „Unsere Forschung beschreibt das simple und relativ billige Modell von Parkinson in Goldfischen. Es braucht 14 bis 30 Tage, abhängig von der Zahl der Fische und dem Forschungsprogramm. Das Nervensystem des Fisches wird leicht erreicht und die neuronale Dichte sowie weitere Wesensmerkmale machen das Modell zu einem attraktiven System für die Untersuchung von Parkinson und die Entwicklung potentieller Medikamente“, so Weinreb.

Das Goldfisch-Modell wurde von Prof. Moussa Youdim kreiert, einem in Teheran geborenen Pharmazeuten am Technion, der bereits die Parkinson-Pille Rasagilin (Azilect) entwickelt hat, die von dem israelischen Pharmaunternehmen Teva vertrieben wird.

(The Jerusalem Post, 20.01.08)

Weitere Informationen finden sich unter http://www.natureprotocols.com/2007/11/15/
a_model_of_mptpinduced_parkins.php