Montag, 28.01.2008




Prekäre Sicherheitslage an der Grenze zwischen Gaza und Ägypten

Die Sicherheitslage an der Grenze zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten bleibt nach dem Durchbruch der Absperrungsanlagen in Rafiah am vergangenen Mittwoch weiter angespannt. Laut einem Bericht, der gestern an Israel übermittelt wurde, haben die ägyptischen Behörden Dutzende von bewaffneten Palästinensern festgenommen, die auf die Sinai-Halbinsel gelangen wollten. In der israelischen Armee ist man stark alarmiert angesichts der Möglichkeit, dass Terroristen nun vom Sinai aus nach Israel eindringen, um Anschläge zu verüben.

Unterdessen teilt das ägyptische Außenministerium mit, dass der Iran Ägypten angeboten hat, sich zur Unterstützung der Palästinenser an der Grenze zu engagieren. Nachdem jahrzehntelang keine diplomatischen Beziehungen zwischen Teheran und Kairo bestanden haben, häufen sich in letzter Zeit die Kontakte zwischen den beiden Staaten.

Der Grenzdurchbruch in Rafiah war auch Thema des gestrigen Treffens zwischen Israels Ministerpräsidenten Ehud Olmert und dem Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas. Olmert und Abbas vereinbarten, den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak zur Schließung der Grenze aufzufordern. Olmert versicherte seinem Gast, dass Israel weiter Lebensmittel und Medikamente in den Gaza-Streifen liefern werde.

(Haaretz, 28.01.08)