Dienstag, 25.06.2013




Präsident Peres besucht die Familie Abu-Hamza in Abu Gosh

Präsident Shimon Peres hat am Montag die Familie Abu-Hamza in Abu Gosh besucht, die von den schwerwiegenden Vorfällen in der vergangenen Woche besonders schwer betroffen war. Peres hatte ausdrücklich darum gebeten, die Familie zu besuchen.


Präsident Peres im Haus der Familie Abu-Hamza (Foto: GPO)

In Abu Gosh waren 28 Fahrzeuge beschädigt und rassistische Parolen an Hauswände geschmiert worden. Bei seinem Besuch im Haus der Familie sagte Peres: „Ich weiß, dass es Menschen gibt, die verbrecherische Dinge tun. Diese verachtenswerten Taten wurden von der politischen Rechten und Linken gleichermaßen verurteilt und der Staat Israel wird so etwas nicht tolerieren. [...] Ich bin nicht nur gekommen, um den Terror zu verurteilen, sondern auch, um den Ort Abu Gosh als kulturelles und touristisches Zentrum zu würdigen, das Israel mit Stolz erfüllt. [...] Wir sind ein Volk – dieser Terror trifft uns genauso wie euch. [...] Wir müssen in Frieden und in Gemeinschaft zusammenleben.“

Präsident Peres erklärte weiter, er habe den zuständigen Polizeikommandanten angewiesen, die Suche nach den Tätern zu intensivieren. Der Bürgermeister Abu Goshs, Salim Jabar, der den Präsidenten begleitete, sagte: „Unsere Eltern haben uns gelehrt, auf dem Weg des Friedens zu gehen und die gute Nachbarschaft und das Zusammenleben zu pflegen. [...] Wir wissen, dass weder der Präsident noch die Regierung für diesen schrecklichen Vorfall verantwortlich sind, sondern eine Gruppe von Unruhestiftern.“

Auch der 12-jährige Sohn der Familie Abu-Hamza, Wasim, nahm an dem Treffen teil und erzählte dem Präsidenten von seinen Gefühlen nach den schweren Vorfällen: „Was passiert ist, war nicht gut, wir sind Juden und Araber, aber zwischen uns gibt es keinen Hass. Wir sind Brüder.“

(Präsidialamt, 24.06.13)