Dienstag, 29.01.2008




Olmert: Bedrohung Israels nicht hinnehmbar

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat am Montag auf einer Zeremonie der Knesset zum Internationalen Holocaust-Gedenktag eine Parallele zwischen dem Dritten Reich und den Bedrohungen gezogen, denen sich Israel gegenwärtig ausgesetzt sieht.

Ohne den Iran ausdrücklich zu erwähnen, betonte Olmert, dass Israel angesichts von Aufrufen zur Zerstörung des jüdischen Staates nicht selbstgefällig sein dürfe, „besonders, wenn diese Aufrufe auf einer fanatischen, mörderischen Ideologie fußen, einem tyrannischen, Terror unterstützenden Regime, dass rücksichtslos nach regionaler Hegemonie strebt, und einem bösartigen Programm zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen“. „Für uns, das jüdische Volk, das den Holocaust erfahren hat, ist dies unerträglich.“

Oppositionsführer Binyamin Netanyahu kritisierte im Anschluss daran die Weltöffentlichkeit dafür, angesichts der regelmäßigen Aufrufe zur Vernichtung Israels zu schweigen. Die Lehre des Holocaust habe für die Menschheit darin zu bestehen, dass das Böse gestoppt werde, so lange es noch klein sei.

(Yedioth Ahronot, 28.01.08)