Montag, 29.07.2013




Wassermelone und Bauchtanz beim Kulturfest in Musrara
In Musrara kann man derzeit keine Wassermelone allein essen. Beim großen Kulturfest in dem alten Jerusalemer Stadtviertel, das nahe der Altstadt liegt, findet sich immer jemand, mit dem man die rote Frucht zusammen mit salzigem Käse teilt.


Wassermelonen wollen geteilt werden! (Foto: wikicommons)

Die Veranstaltung nennt sich „Der Treffpunkt“ und dauert zwei Wochen an. Jeden Abend gibt es Konzerte, Lesungen, Bauchtanzveranstaltungen und vor allen Dingen: viel Wassermelone. Die Wurzeln des Festes liegen in den 1970er Jahren, als Musrara die Heimat vieler Wassermelonenstände war, an denen die verschiedenen Einwohner Jerusalems zusammenkamen.

„Wir leben gemeinsam in einer Stadt“, sagt einer der palästinensischen Teilnehmer. „Ich habe viele jüdische Freunde und wir helfen einander.“ Er sieht die Probleme auf Seite der Regierungen, nicht bei den Menschen.

„Wir leben in diesem Viertel und wir wollten das Projekt unterstützen“, sagt Itamar Arvut, Studentin an der Hebräischen Universität. „Außerdem wollten wir die Gelegenheit nutzen, Menschen aus dem Ostteil der Stadt zu treffen, was wir sonst kaum tun.“

Die Organisatorin Hamutal Vachtel sagt, die Veranstaltung habe keine politische Agenda – außer ein Forum zu schaffen, auf dem sich Jerusalemer Bewohner unterschiedlicher Herkunft begegnen können.

(Ynet, 26.07.13)