Freitag, 01.02.2008




Jerusalem erhält säkularen Friedhof

Jerusalem plant den Bau eines Friedhofs für nicht-religiöse Begräbnisse. Der erste säkulare Friedhof der israelischen Hauptstadt soll dem Mangel an Beerdigungsflächen vor Ort Abhilfe verschaffen. Der orthodoxe Oberbürgermeister Uri Lupolianski  hat die Initiative bereits kurz nach seiner Wahl im Juni 2003 vorgeschlagen.

Der Planungs- und Baurat der Stadtverwaltung hat den Plan gestern bewilligt. Die weltliche Begräbnisstätte soll nun innerhalb des 350 qkm großen neuen Friedhof Har Hamenuhot im Stadtteil Givatr Sha’ul errichtet werden. Sie soll verschiedene Formen der Beerdigung ermöglichen, darunter eine für Paare.

„Jerusalem ist eine pluralistische Stadt, die die Pflicht hat,  jedem die Wahl seiner Lebensweise und seiner Beerdigung zu überlassen, ohne Zwang jeglicher Art“, sagte Lupolianksi gestern nach der Entschlussfassung.

(Haaretz, 01.02.08)