Donnerstag, 14.11.2013




Senegalesische Ordensvertreter zu Besuch in Israel
Vertreter sufischer Orden aus dem Senegal haben vom 3.-7. November Israel besucht. Der historische Besuch ist nicht nur politisch, sondern auch sozial-religiös für die Stärkung der israelisch-senegalesischen Beziehungen von großer Bedeutung, da die islamischen Sufi-Orden, denen die Männer angehören, in Senegal nicht nur im religiösen Bereich großen Einfluss ausüben. Zudem strahlt ihr Einfluss über die Grenzen des Senegals in andere afrikanische Länder, wie Mali, Tschad und Niger aus.

Die Sufi-Orden predigen Brüderlichkeit, Koexistenz und Toleranz. Die Gäste wiesen darauf hin, dass diese Qualitäten auch das Wesen des Judentums bestimmten und im Gegensatz zu radikalen Islamismus stünden, der in ihrer Gegend weit verbreitet sei.


Die senegalesischen Repräsentanten mit Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat (Foto: MFA)

Bei ihrem Besuch traf sich die Delegation mit führenden Vertretern des öffentlichen Lebens, wie dem Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat und hochrangigen Mitarbeitern des Außenministeriums. Sie besuchten heilige Stätten, vorrangig islamische Heiligengräber, und zeigten sich beeindruckt von der israelisch-arabischen Koexistenz. Auf dem Programm standen Besuche des jüdisch-arabischen Kulturzentrums Beit Ha-Gefen in Haifa und des Shefayim-Zentrums von MASHAV, Israels Behörde für Entwicklungszusammenarbeit, wo sich die Besucher vom Potential der israelisch-senegalesischen Kooperation in der Landwirtschaft, beispielsweise im Bereich Bewässerung, überzeugen konnten-

Besonderen Eindruck hinterließ bei den Gästen die Brüderlichkeit und Toleranz, wie sie Gläubige der drei monotheistischen Religionen an den heiligen Stätten zum Ausdruck brachten. Angesichts der Lücke, die zwischen dem Bild von Israel in ihrem Heimatland und der Realität in Israel besteht, boten sie an, als Botschafter des guten Willens zu dienen und das tatsächliche Israel zu präsentieren.

(Israelisches Außenministerium, 11.13.13)