Donnerstag, 09.01.2014




Präsident Peres besucht das Technion in Haifa

Präsident Shimon Peres hat am Mittwoch (8.1.) das Technion in Haifa besucht und sich dabei unter anderem zu den Reformen des Bildungssystems geäußert.

In einem gemeinsamen Panel mit drei Nobelpreisträgern, die die technische Hochschule hervorgebracht hat, Professor Dan Shechtman, Professor Aharon Ciechanover und Professor Avraham Hershko, sagte Peres: „Ich begrüße die angestrebten Bildungsreformen, die Bildungsminister Piron heute bekannt gegeben hat und halte sie für einen wichtigen Schritt auch im internationalen Vergleich. Meiner Meinung nach wäre die Reform perfekt, wenn wir auch das B.A.-Studium als höhere Ausbildung für alle kostenlos anbieten würden“. Die von Bildungsminister Shai Piron verkündeten Reformen sehen unter anderem vor, Schulen mehr Autonomie bei der Gestaltung des Unterrichts zu geben und die Zahl der Abschlusstests und der sogenannten psychometrischen Tests zu reduzieren.


Präsident Peres besucht die Ausstellung des Technion (Foto: Präsidialamt)

Im Laufe seines Besuches nahm Präsident Peres auch zum Friedensprozess und dem Vorschlag von Außenminister Lieberman Stellung, der einen Gebietsaustausch angeregt hatte. Peres sagte: „Ich bin gegen diesen Vorschlag und halte ihn für nicht praktikabel. Es darf nicht sein, dass der Staat Israel Bürgern die Staatszugehörigkeit abspricht, weil sie Araber sind. Dazu sind wir nicht berechtigt. Die arabischen Staatsbürger sind zu behandeln wir andere Bürger auch.“ Weiter sagte Peres: „In den nächsten Monaten wird sich entscheiden, ob wir zu einem Frieden kommen oder nicht und der Friedensvertrag mit den Palästinensern ist die wichtigste Angelegenheit für die Zukunft des Landes. Ein solches Abkommen wäre die größte Umwälzung seit der Staatsgründung. Wir sind dem Frieden so nahe. Der Staat Israel wäre nicht entstanden, wenn Ben-Gurion nicht bereit gewesen wäre, dafür einen Preis zu zahlen und auf einen Teil der Gebiete zu verzichten. Der Frieden liegt in unseren Händen, auch wenn er Risiken mit sich bringt und nicht vollkommen sein wird. Ein Frieden bringt viele mögliche Risiken und es gilt zu entscheiden, welche Risiken tragbar sind.“

Zum Abschluss seines Besuches traf sich Präsident Peres mit Studentinnen und Studenten, die von besonderen Studienprogrammen des Technion gefördert werden, wie dem Programm für die Zukunft der Wissenschaften, sowie den Förderprogrammen für drusische und für ultraorthodoxe Studenten.  

(Präsidialamt/Haaretz, 08.01.14)