Montag, 24.02.2014




Präsident Peres empfängt interreligiöse Delegation
Präsident Shimon Peres empfing am Sonntag (23.02.) eine interreligiöse Delegation aus Argentinien, die derzeit gemeinsam Israel, die palästinensischen Gebiete und Jordanien bereisen.

Die Delegation besteht aus Vertretern der muslimischen, christlichen und jüdischen Kongregation, die den interreligiösen Dialog in Argentinien vorantreiben. Am Ende der gemeinsamen Reise steht ein Treffen mit Papst Franziskus im Vatikan.


Präsident Shimon Peres mit der Delegation (Foto: GPO)

Präsident Peres hieß die Delegation in Israel willkommen und sagte: “Ich bin froh zu sehen, wie Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen in Ihrem Land gemeinschaftlich zusammenarbeiten. In vielen Ländern leben Muslime, Juden und Christen zusammen und sie sollten als eine Gruppe gemeinsam für den Frieden arbeiten. Frieden ist die verbindende Botschaft der Religionen, die in unseren Tagen einen wichtigen Einfluss haben, da der Frieden nicht auf Gewalt, sondern auf Vertrauen setzt. Wir müssen Frieden zwischen Völkern stiften, nicht zwischen Religionen. […]

Der neue Papst hat gezeigt, dass Geist und Werte wichtiger sind als Besitz; er betont an der Religion mehr den Geist als die Organisation, den Glauben mehr als die Kirche. Ich hoffe, dass unsere Gemeinsamkeiten die Welt verbinden werden.“

Mit Blick auf den Mittleren Osten sagte Präsident Peres: „Der Terror zerstört Länder insbesondere in dieser Region und führt zu schrecklichem Blutvergießen. Manche missbrauchen die Religion, um ihre Gewalttaten zu rechtfertigen. Die religiösen Führer aller Religionen sollten sich dem Töten Unschuldiger und dem Terror widersetzen. Terroristen töten willkürlich. Wir sollten im Namen aller Religionen gegen das Töten Unschuldiger aufstehen. Es widerspricht dem Geist des Koran, der Torah und des Neuen Testaments.“

Luis Grynwald von der jüdischen Gemeinde in Buenos Aires überreichte Präsident Peres symbolisch ein Mate-Trinkgefäß und sagte: „Dies ist ein argentinisches Symbol. Alle trinken aus derselben Tasse – Juden, Muslime und Christen und alle Bürger der Welt. Sie steht dafür, dass wir in Frieden leben können, in Argentinien, in Israel und der ganzen Welt.“

(Präsidialamt, 23.02.14)