Montag, 18.02.2008




Neue Vernichtungsphantasien aus dem Iran

Aus dem Iran sind abermals Prophezeiungen einer baldigen Vernichtung Israels zu vernehmen. Diesmal stammen sie aus einem Beileidsschreiben, das der Kommandant der Revolutionswächter, General Mohammad Ali Jaafari, im Anschluss an die Ermordung des hochrangigen Hisbollah-Manns Imad Mugniyah an den Generalsekretär der libanesischen Terrororganisation Hisbollah, Hassan Nasrallah, gerichtet hat.

Darin bemerkt Jaafari wörtlich: „Ich bin überzeugt, dass die Macht der Hisbollah mit jedem Tag, der vergeht, wächst, und dass wir in der nahen Zukunft das Verschwinden dieser krebsartigen Bakterie, Israel, durch das Ausströmen der Hisbollah-Kämpfer erleben werden.“ Weiter wird Nasrallah in dem Schreiben wie folgt über den Tod des „Märtyrers“ Mugniyah hinweggetröstet: „Es besteht kein Zweifel, dass der Tod dieses loyalen Kämpfers die Entschlossenheit aller revolutionären und kriegerischen Muslime in ihrem Kampf gehen das zionistische Regime stärken wird, und insbesondere die Entschlossenheit derjenigen, die an der Seite dieses Märtyrers kämpfen.“

Mugniyah wird dem Umkreis der Revolutionswächter, insbesondere der Quds-Truppen zugerechnet, die jüngst von den USA als Unterstützer des Terrors eingestuft worden sind. Gemeinsam bildeten sie im Libanon und im Iran Hisbollah-Kämpfer aus und planten weltweit Terroranschläge.

Nasrallah selbst hat vergangene Woche damit gedroht, israelische Ziele in der ganzen Welt anzugreifen und gleichzeitig erklärt, zu einem „offenen krieg“ mit Israel bereit zu sein.

(Yedioth Ahronot, 18.02.08)


Der stellvertretende Direktor der US-amerikanischen National Intelligence, Thomas Fingar, hat vergangene Woche in einer Anhörung zu Militärfragen vor dem Kongress betont, dass der Iran weiter Fähigkeiten entwickle, die zum Bau einer Atombombe dienen können. Seinen Worten zufolge sei der Iran dazu in der Lage, das Atomprogramm zu erneuern, wenn er dies wünsche.


Unterdessen hat auch der russische Außenminister Sergej Lawrow seine Unzufriedenheit darüber zum Ausdruck gebracht, dass der Iran weiterhin erkläre, die Entwicklung seiner Raketenindustrie und die Anreicherung von Uran fortsetzen zu wollen.

(Russische Nachrichtenagenturen, 13.02.08)