Mittwoch, 05.03.2008




Drusen sollen gefördert werden

Ministerpräsident Ehud Olmert hat gestern im westgaliläischen Drusen-Dorf Julis eine Arbeitssitzung abgehalten. An ihr nahmen die Generaldirektoren der Regierungsministerien, die Vorsitzenden der drusischen Einrichtungen, das geistige Oberhaupt der Gemeinde, Mufak Tarif, und der stellvertretende Außenminister, der Druse Majalli Whbee, teil. Zuvor war der Ministerpräsident von Kindern des Dorfes begrüßt worden.

Olmert rief alle Institutionen im Land dazu auf, ihre Türen für junge Drusen zu öffnen: „Es gibt keinen Ort im zivilen und militärischen Leben des Staates Israel, an dem es einen Grund dafür gibt, keine Drusen aufzunehmen.“ Die Beziehungen zwischen dem Staat Israel und seiner drusischen Bevölkerung müssten erheblich verbessert werden.


Ein drusischer Händler

Bei dem Treffen präsentierte Dr. Yussuf Hassan von der Universität Tel Aviv die Ergebnisse einer Umfrage unter 764 Drusen, aus der hervorgeht, dass 94% der Drusen im Israelitum einen zentralen Bestandteil ihrer Identität sehen. Der Leiter der Bevölkerungsabteilung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), Oberst Ramas Zaiyn a-Din, präsentierte Angaben, nach denen der Anteil unter Drusen, die Militärdienst leisten mit 83% um 11% höher ist als der unter Juden. Gegenwärtig befänden sich drei junge Drusen in fortgeschrittenen Phasen des Pilotenkurses (‚kurs ta’is’) und einer in der Vorbereitungsrunde der Spezialeinheit des Generalstabs (‚sayieret matkal’).

(Haaretz, 05.03.08)