Freitag, 07.03.2008




Kibbutz-Läden dürfen samstags öffnen

Nach jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen hat nun der Oberste Gerichtshof gestern entschieden, dass die Kibbutzim ihre eigenen Läden und Geschäfte auch am Shabbat, dem offiziellen jüdischen Ruhetag, öffnen dürfen. Bedingung ist jedoch, dass die Geschäfte sich im Besitz des jeweiligen Kibbutzes befinden und nur von seinen Mitgliedern betrieben werden.

Die Geschichte des Rechtsfalls begann bereits vor zehn Jahren. Das Industrie- und Handelsministerium hatte damals eine Anklage gegen den Kibbutz Tzora nahe Bet Shemesh und sechs seiner Mitglieder eingereicht. Das regionale Arbeitsgericht entschied zugunsten des Kibbutzes, das nationale Arbeitsgericht gab jedoch wiederum dem staatlichen Kläger Recht. Vor dem Obersten Gerichtshof unter Präsidentin Dorit Beinisch haben die Kibbutzniks nun endgültig gewonnen.

(Haaretz, 07.03.08)