Donnerstag, 26.07.2007




Streik im öffentlichen Dienst beendet

Der Streik des öffentlichen Dienstes in Israel ist nach einer weniger als 24 Stunden dauernden Arbeitsunterbrechung zu Ende gegangen. Finanzminister Ronnie Bar-On und der Vorsitzende der Allgemeinen Gewerkschaft (Histadrut) Ofer Eini einigten sich heute Morgen auf eine 5-prozentige Gehaltserhöhung für die Angestellten im öffentlichen Dienst. Dies ist allerdings erst eine vorläufige Einigung, ein endgültiges Abkommen soll nächste Woche unterzeichnet werden.

Die Gehaltserhöhung soll über eine Periode von drei Jahren bis Ende 2009 erteilt werden. Im kommenden Januar werden die Angestellten eine Erhöhung von 1.5 Prozent erhalten, gefolgt von weiteren 1.5 Prozent im Dezember und dann 2 Prozent im Jahr 2009. Rückwirkende Gehaltszahlungen wird es keine geben, und alle noch ausstehenden Verpflichtungen der Regierung gegenüber dem öffentlichen Dienst aus dem Zeitraum 1999 bis 2005 sind damit erledigt.

Die Kosten für die gestaffelte Gehaltserhöhung belaufen sich auf 4 Milliarden NIS. Das Verfahren ermöglicht der Regierung ein vernünftiges Herangehen an die Haushaltsvorschläge für 2008, die zurzeit größte Herausforderung für das Finanzministerium.

Die Einigung liegt nahe an dem, was die Histadrut gefordert hat. Bar-On und Eini verhandelten die ganze Nacht hindurch. Das Finanzministerium bot zu Beginn eine Erhöhung von 3 Prozent, während die Histadrut auf 6 Prozent beharrte. Der Streik war ausgebrochen, nachdem die Histadrut ursprünglich 10 Prozent gefordert hatte und das Finanzministerium nur 1 Prozent zu geben bereit war.

(Globes, 26.07.07)