Dienstag, 18.03.2008




Protest der SPME gegen den Boykott der Pariser Buchmesse mit Israel als Ehrengast

>> Wir, die deutsche Sektion der Wissenschaftlervereinigung Scholars for Peace in the Middle East (SPME-Germany), protestieren gegen den Boykott der Pariser Buchmesse 2008 durch Verlage aus zahlreichen arabischen Ländern.

Der diesjährige Ehrengast ist der Staat Israel, der sich seit seiner Gründung vor 60 Jahren gegen Angriffe arabischer Feinde wehren muss. Dennoch strecken die meisten seiner Schriftsteller, zumal jener, die nach Paris eingeladen wurden, den Feinden eine Hand zum Frieden aus.

Die vom israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres, dem Träger des Nobelpreises für Frieden, eröffnete Buchmesse in der französischen Hauptstadt hätte ein Ort des konstruktiven Dialogs zwischen den israelischen  Schriftstellern wie Amos Oz, A. B. Yehoshua oder Abraham Grossmann und den arabischen wie Tahar ben Yelloun, werden können.

Die Literatur eines Volkes ist ihr Spiegel. Diejenigen arabischen Intellektuellen, die sich an diesem Boykott beteiligen, stellen sich und der Kultur ihrer Länder bedauerlicherweise selbst ein geistiges Armutszeugnis aus. Der französische Schriftsteller Georges Duhamel hatte Recht als er sagte: "Si la civilisation n"est pas dans le  coeur de l"homme, eh bien! elle n"est nulle part" (wenn die Zivilisation nicht im Herzen des Menschen ist, ist sie nirgends).

Wir rufen daher die Andersdenkenden unter den arabischen Schriftstellern auf, ihren Kollegen einen neuen Weg zu weisen, die Blockadehaltung aufzugeben, und dem Beispiel ihrer israelischen Kollegen auf dem Weg zum Frieden zu folgen.

AKADEMIKER FÜR FRIEDEN IM NAHEN OSTEN - SEKTION DEUTSCHLAND:
Der Vorstand von SPME-Germany