Freitag, 28.03.2008




Hamas schmuggelt iranische Pläne für die Verbesserung von Kassam-Raketen in den Gazastreifen
Gemäß Aussagen ranghoher Quellen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) besitzen jene Mitglieder der Hamas, die kürzlich nach einer Ausbildung im Iran in den Gazastreifen zurückgekehrt sind, einen detaillierten Plan für die Verbesserung der Fähigkeiten von Raketen, die im Gazastreifen hergestellt werden.
Eine ranghohe palästinensische Quelle sagte diese Woche gegenüber Ha’aretz, dass Mitglieder des militärischen Flügels der Hamas Pläne und weitere detaillierte technische Anweisungen in den Gazastreifen geschmuggelt haben. Diese werden es der Gruppe ermöglichen, Raketen zu entwickeln, die weiter entfernte Ziele treffen können.

Die PA-Quelle konnte die verbesserte Reichweite der Kassamraketen nicht schätzen, doch sie sagte, die Raketen seien fähig, Ortschaften nördlich von Ashkelon zu treffen, was einer Reichweite von etwa 15 Kilometern entspricht.
Israelische Sicherheitsquellen sagten kürzlich, Terroristen des Islamischen Dschihad hätten eine eigene verbesserte Version der Kassamraketen entwickelt, die eine geschätzte Reichweite von 18 Kilometern haben.

Der Iran investiert bedeutende Anstrengungen in den Versuch, die Reichweite der Raketen, die von den Palästinensern im Gazastreifen hergestellt werden, zu verbessern. Die dortigen Terroristen haben nur eine begrenzte Lieferung von Katyusha-Raketen des Grad-Typs, die eine Reichweite von 20 Kilometern besitzen.
Und gemäß der PA-Quelle ist der Vorrat an Katyusha-Raketen im Gazastreifen seit den Kämpfen vor drei Wochen zurückgegangen, obwohl der Iran über den Seeweg mehr Katyusha-Raketen, die von der iranischen Militärindustrie hergestellt wurden, in den Gazastreifen geschmuggelt und seine Bemühungen erhöht hat, im Gazastreifen selbst effektivere Raketen zu produzieren.

Die ranghohe palästinensische Quelle sagte, die technischen Informationen für die Verbesserung von Raketen seien geschmuggelt worden, nachdem im Januar die Mauer an der Philadelphi-Straße, die den Gazastreifen vom Sinai und von Ägypten trennt, durchbrochen worden sei.
Die Quelle fügte hinzu, dass etwa 200 Hamas-Terroristen, die eine Ausbildung im Iran, dem Bekaa-Tal im Libanon und in Syrien erhalten hatten, durch diese durchbrochene Mauer in den Gazastreifen zurückgekehrt seien.
Die Hamas und die Hisbollah werden gemeinsam im Iran trainiert und lernen dieselbe Kampf-Doktrin.

Zusätzlich zu den Experten in der Raketenentwicklung kamen auch Terroristen, die in der Guerillakriegsführung ausgebildet wurden, in den Gazastreifen zurück. Die Männer erhielten eine spezielle Ausbildung in der Benutzung von Panzerabwehrraketen, dem Platzieren von Bomben und in Taktiken für die Ausführung von Verteidigungsoperationen gegen eine mögliche Invasion der israelischen Verteidigungsarmee in den Gazastreifen.
Die PA-Quellen sagten, es sei möglich, dass unter denjenigen, die nach dem Durchbruch der Mauer in den Gazastreifen zurückkehrten, auch Mitglieder des Generalkommandos der Volksfront für die Befreiung Palästinas seien.
(Ha’aretz, 28.03.08)