Freitag, 04.04.2008




Iranische Bedrohung – US-Bericht warnt vor nuklearer Kettenreaktion im Nahen Osten

Ein neuer Bericht für den Auswärtigen Ausschuss des US-Senats weist darauf hin, dass eine atomare Aufrüstung des Iran eine Kettenreaktion im Nahen Osten hervorrufen würde. Andere Staaten in der Region würden sich zur Aufnahme eigener Atomprogramme gedrängt sehen.

Eine US-Geheimdiensteinschätzung hatte im vergangenen Jahr festgestellt, dass der Iran bis zum Jahr 2003 an einem Atomwaffenprogramm gearbeitet und dies danach suspendiert habe. Gleichzeitig verweisen die Experten jedoch auf die Tatsache, dass die Islamische Republik weiterhin Uran anreichert und bei Bedarf Atomwaffen herstellen kann.

Vor diesem Hintergrund initiierte der republikanische Senator Richard G. Luagr (Indiana) die nun vorliegende Studie, die auf Gesprächen mit Hunderten führender Regierungsvertreter und Nahostexperten basiert und die voraussichtlichen Reaktionen von Ägypten, der Türkei und Saudi-Arabien auf einen atomar bewaffneten Iran prüft.

Der Bericht empfiehlt den USA, neues Vertrauen in arabischen Ländern und der Türkei hinsichtlich ihrer Sicherheitsgarantien zu schaffen. Andernfalls würde „die zukünftige Landschaft des Nahen Osten eine Anzahl von atomar bewaffneten oder potentiell atomwaffenfähigen Staaten einschließen, die um Einfluss in einer notorisch unstabilen Region wetteifern“.

(Haaretz, 04.03.08)