Freitag, 11.04.2008




Geheime Raketenbasis im Iran entdeckt

Neue Satellitenaufnahmen haben einen geheimen Standort enthüllt, an dem der Iran möglicherweise ballistische Langstreckenraketen entwickelt, deren Reichweite sich mit etwa 6000 Kilometern bis nach Europa erstreckt. Nach Berichten der Londoner Times lokalisierten die von dem Satelliten Digital Globe QuickBird stammenden Fotos die Anlage, von aus der die Iraner im Februar die vermeintliche „Forschungsrakete“ Kavoshgar 1 gestartet haben.

Die Kavoshgar 1 war in Anwesenheit des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad gestartet worden, der damals sagte, dass der Iran eine „aktive und einflussreiche Präsenz im Weltraum“ brauche. Einem Experten zufolge lassen sich aus dem Abschuss zwar keine bedeutenden Fortschritte in der Langstreckenraketen-Technologie ableiten, er lasse allerdings die voraussichtliche Entwicklung des iranischen Raketenprogramms erahnen. Geoffrey Forden, ein Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) wird dahingehend zitiert, dass eine neue Bautätigkeit auf dem Gelände zu beobachten sei, die in Form und Größe an die Montageanlage für Langstreckenraketen im nordkoreanischen Taepodong erinnere.

Der Jane’s Intelligence Review stellt fest, dass die Satellitenaufnahmen beweisen, dass die Kavoshgar 1 nicht Teil eines zivilen Raumfahrtprojekts sei, sondern mit dem iranischen Geheimprogramm zur Entwicklung von Langstreckenraketen zusammenhänge.

Unterdessen hat Irans Präsident Ahmadinejad am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Präsident des Senegal folgendes prophezeit: „Der Staat Israel ist schwach und zerbröckelt, und niemand kann ihn retten.“

(Yedioth Ahronot, 10./11.04.08)