Freitag, 11.04.2008




Terrorzelle plante Giftanschlag in Restaurant

Zwei Palästinenser sind wenige Tage, bevor sie einen Plan zur Vergiftung von Essen in einem Restaurant in Ramat Gan ausführen konnten, verhaftet worden. Ein Hinweis führte die Allgemeine Sicherheitsbehörde (SHABAK) und die Tel Aviver Polizei zu den beiden 21jährigen aus Nablus, die sich illegal in Israel aufhielten und im Ramat Ganer ‚Grill Express’ arbeiteten.

Beim Verhör gaben die beiden zu, den Auftrag zu der Terroraktion von einer Zelle der Al-Aqsa Märtyrer-Brigaden bekommen zu haben, die wiederum Geld und Befehle von der Hisbollah erhält. Sie sollten ein weißes, geschmack- und geruchloses Gift von der Zelle erhalten, und dies in das Essen des ‚Grill Expresses’ mischen. Das Gift hätte erst nach etwa vier Stunden gewirkt, und die Terroristen planten, währenddessen so viele Restaurant-Besucher wie möglich zu ermorden.

Lebensmittelvergiftungen in Restaurants und Cafés gelten als „strategischer Angriff“, und die Polizei nimmt diese Möglichkeit sehr ernst. In der Vergangenheit haben Terrororganisationen bereits wiederholt versucht, palästinensische Köche und Kellner zur Vergiftung von Essen in israelischen Restaurants zu animieren. Nach Auskunft der Polizei ist dies ein relativ leichter Weg, einen Anschlag auszuführen, da keine komplizierten Waffen geschmuggelt werden müssen und die Restaurant-Angestellten freien Zugang zum Tatort haben.

(Haaretz, 11.04.08)