Freitag, 25.04.2008




Botschafter Ben-Zeev mahnt zur Entschlossenheit gegenüber dem Iran

Israels Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, hat sich in einem Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zu Fragen des Verhältnisses zwischen Israel und Deutschland und zur politischen Situation im Nahen Osten geäußert.

Während der Diplomat die deutsch-israelischen Beziehungen grundsätzlich positiv bewertet, bemängelt er doch die fehlende Bereitschaft der Europäer, die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm so ernst zu nehmen, wie es erforderlich sei.

„Wie kann es beispielsweise sein, dass iranische Hochschüler in Deutschland Atomphysik studieren und dieses Wissen dann mit in ihre Heimat nehmen?“, fragt Ben-Zeev, um sodann auf die „große und verständliche Sehnsucht nach Konfliktvermeidung“ zu verweisen. „Aber Konflikte lassen sich nicht lösen, indem man ihnen ausweicht.“

Skeptisch zeigt sich der Botschafter hinsichtlich der Rolle Syriens im gegenwärtigen Friedensprozess, vor allem wegen seines Agierens im Libanon: „Unter Hafis al-Assad wurde die dortige Hisbollah klein gehalten und Teheran kein direkter Einfluss eingeräumt, Baschar al-Assad dagegen hat die Hisbollah kaum im Griff und ist zum Erfüllungsgehilfen Teherans geworden.“

Der vollständige Artikel findet sich unter dem folgenden Link: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/136830.pdf