Mittwoch, 30.04.2008




Antisemitismus in der islamischen Welt

Der Antisemitismus mit muslimischen Wurzeln ist im Wachstum begriffen. Verse des Koran und der mündlichen Überlieferung des Islam werden politisch im Geiste des radikalen Islamismus interpretiert, um den Zionismus und den Staat Israel zu delegitimieren und das jüdische Volk zu entmenschlichen.


Das antisemitische Pamphlet "Die Protokolle der Weisen von Zion"

Die Dimensionen und Manifestationen des Antisemitismus in der arabisch-muslimischen Welt werden dabei von den Ereignissen im Nahen Osten beeinflusst. So sorgen sowohl verschärfte Konfrontationen zwischen Israel und den Palästinensern oder der Hisbollah als auch Fortschritte im Friedensprozess, der von vielen Arabern und Muslimen bekämpft wird, für einen Anstieg antisemitischer Manifestationen in der arabisch-muslimischen Welt. Zentrale Themen sind zunehmend die Leugnung oder Verharmlosung des Holocaust und der Vergleich zwischen Israel und dem Zionismus mit dem nationalsozialistischen Deutschland. Allgemein auffällig ist die Verbindung von Antisemitismus, Antiamerikanismus und antiwestlichem Ressentiment.

In den vergangenen Jahren hat sich vor allem das islamistische Regime im Iran mit seinem Streben nach der Vernichtung des Staates Israel als Speerspitze des Antisemitismus hervorgetan. Hier handelt es sich um eine antisemitische Staatsdoktrin, die öffentlich eine genozidäre Politik vertritt.

Weitere Informationen zum Thema finden sich unter dem folgenden Link: http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/html/a_s_170408e.htm

(Intelligence and Terrorism Information Center, April 2008)