Donnerstag, 22.05.2008




Selbstmordanschlag am Übergang Erez

Ein palästinensischer Terrorist hat sich heute Morgen auf der palästinensischen Seite des Übergangs Erez zwischen Israel und dem Gaza-Streifen in einem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in die Luft gejagt. Außer dem Selbstmordattentäter kam dabei niemand zu Schaden. Der Anschlag wurde von Mörsergranatenbeschuss flankiert.

Die Explosion riss einen Krater in die Fußgängerpassage, die vom Terminal in palästinensisches Gebiet führt. Im nahe gelegenen Moshav Nativ Ha’assera entstand aufgrund der Druckwelle erheblicher Sachschaden. Der Übergang bleibt bis zur Reparatur des Schadens gesperrt.


Foto: IDF

Die israelische Armee teilt mit, dass der Lastwagen offensichtlich Hunderte Kilo von Sprengstoff geladen hatte. Dank der Wachsamkeit der Soldaten sei ein noch schlimmerer Anschlag verhindert worden.

Die Al-Quds-Brigaden des Islamischen Jihad haben inzwischen erklärt, den Terroranschlag in Zusammenarbeit mit den Al-Aqsa Märtyrer-Brigaden der Fatah ausgeführt zu haben. Bei dem Selbstmordattentäter handelt es sich um den 23jährigen Ibrahim Nasser aus Jabalya im nördlichen Gaza-Streifen.

(Yedioth Ahronot, 22.05.08)



Foto: MFA

Israelis Außenministerin Tzipi Livni hat während ihres Treffens mit ihrem französischen Amtskollegen Bernard Kouchner (Bild) zu dem Anschlag Stellung genommen:

„Der versuchte Anschlag vom Morgen auf den Übergang Erez sollte der internationalen Gemeinschaft demonstrieren, dass, während sie von Israel fordert, sich um die Situation in Gaza zu kümmern und die Übergänge zu öffnen, die Hamas, die den Gaza-Streifen kontrolliert, nicht interessiert daran ist, das Leben der Bevölkerung zu erleichtern und noch nicht einmal ein Minimum an Verantwortung für die Bewohner Gazas übernimmt. Die internationale Gemeinschaft muss die Hamas weiter delegitimieren und den Friedensprozess mit den pragmatischen Elementen unterstützen.“

(Außenministerium des Staates Israel, 22.05.08)