Montag, 02.06.2008




Iranischer Außenminister beschwört die Auslöschung Israels

Im Iran ist erneut die Vernichtung Israels propagiert worden. Diesmal war es Außenminister Manouchehr Mottaki, der die Muslime weltweit zur „Auslöschung“ des jüdischen Staats aufrief. Im iranischen Außenministerium waren derlei Ausfälle bisher eher ungewöhnlich.

„Wie der Imam Khomeini gesagt hat, wenn jeder Muslim einen Eimer Wasser auf Israel schleudert, wird Israel ausgelöscht werden“, sagte Mottaki am Sonntag auf einer Konferenz in Teheran in Anlehnung an den verstorbenen iranischen Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini. Er fügte hinzu: „Mehr als je zuvor löst sich das zionistische Regime von innen auf. Heute hat der islamische Widerstand in dieser Region die Legende des Regimes von seiner Unbesiegbarkeit zerschlagen.“

Erst kürzlich hatte Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad für internationale Empörung gesorgt, als er das baldige Verschwinden Israels prophezeite. Dabei bezeichnete er Israel als „stinkende Leiche“ und „tote Ratte“. Seine bekannteste Attacke geht in das Jahr 2005 zurück. Damals rief er - ebenfalls Im Rückgriff auf Khomeini - dazu auf, Israel „von der Landkarte zu wischen“.

(Yedioth Ahronot, 01.06.08)