Mittwoch, 02.07.2008




UNIFIL an Inspektionen gehindert

Soldaten der UN-Truppen im Libanon (UNIFIL) sind von libanesischen Bürgern daran gehindert worden, Fotoaufnahmen von unterirdischen Kabeln zu machen, die ihnen verdächtig erschienen. Das geht aus dem aktuellen Bericht über die Umsetzung der UN-Resolution 1701 hervor, den UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon gestern präsentiert hat.

Der Vorfall ereignete sich am 12. Mai im Südosten des Landes. Die Soldaten wurden von den Bürgern mit Steinen beworfen, bedroht und selbst fotografiert. Zwei Autos versperrten den UNIFIL-Truppen den Fluchtweg. Erst nach dem sie ihre Aufnahmen gelöscht hatten, ließen die Libanesen von ihnen ab. Der Einsatz von Kameras ist den Friedenstruppen offiziell ausdrücklich gestattet.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate ist damit die Resolution des UN-Sicherheitsrats, die den zweiten Libanonkrieg im Sommer 2006 beendet hat, verletzt worden.

(Haaretz, 02.07.08)