Donnerstag, 17.07.2008




Beileidsbekundung des Zentralrats der Juden in Deutschland


Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat am Mittwoch in der folgenden Presseerklärung seine Trauer über den Tod von Ehud Goldwasser und Eldad Regev zum Ausdruck gebracht:

„’Wir trauern mit den Familien und Angehörigen und dem ganzen Staat Israel um die Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev, deren Leichname heute von der Hisbollah an die israelischen Behörden übergeben wurden’, so der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dr. Dieter Graumann, für den Zentralrat und die jüdische Gemeinschaft in Deutschland.

‚Das Schicksal des ebenfalls entführten Soldaten Ron Arad lässt uns nicht ruhen und wir hoffen immer noch, dass er lebend zu seiner Familie zurückkommen wird’, so Graumann hoffnungsvoll. ‚Dank gebührt der deutschen Bundesregierung und den Vereinten Nationen für ihre Vermittlung, wenn auch das Ergebnis nur eine traurige Gewissheit bestätigt’, so Graumann.

‚Mit der Freilassung des brutalen Mörders Samir Kuntar, der sogar unschuldige Kinder auf seinem Gewissen hat, hat Israel einen hohen Preis für die Rückführung der toten Soldaten gezahlt’, meint der Vizepräsident des Zentralrats. ‚Die zynischen Jubelfeiern für den sadistischen Kindermörder Kuntar und vier weitere ausgetauschte Terroristen in Beirut zeigen einmal mehr, dass die Hisbollah eine skrupellose Terrororganisation ist, deren Aktivisten und Sympathisanten keine Freiheitskämpfer sondern kaltblütige Mörder sind, die selbst vor dem Leben unschuldiger Kinder keinen Respekt haben’, so Graumann. ‚Daran sollte sich jeder erinnern, der hierzulande politische Gespräche mit Vertretern der Hisbollah fordert oder auch selbst führt’, so Graumanns Hinweis an die deutsche Politik.


Frankfurt/Main und Berlin, den 16. Juli 2008 / 13. Tamus 5768”

(Zentralrat der Juden in Deutschland, 16.07.08)