Dienstag, 05.08.2008




Letzte Luftbrücke für Äthiopier

Die Zeit der groß angelegten äthiopischen Aliya ist vorüber. Heute wird der letzte offizielle Lufttransport mit Einwanderern aus Äthiopien in Tel Aviv landen. Die staatliche Kampagne begann vor 30 Jahren und hat insgesamt etwa 120 000 Juden aus dem ostafrikanischen Land nach Israel gebracht.

Die Jewish Agency teilt mit, dass ihr Emissär aus Addis Abeba zurückgerufen worden sei. Vertreter Jerusalems könnten jedoch weiterhin den 1400 Falash Mura oder äthiopischen Krypto-Juden behilflich sein, die im Rahmen der Familienzusammenführung nach Israel einwandern wollen. „Aber etwas in dem Maßstab der Operation Moses oder der Operation Solomon werden wir nicht mehr erleben“, erzählte Zeev Belski, Vorsitzender der Jewish Agency mit Hinweis auf die großen Missionen der 80er und 90er Jahre. Gleichzeitig rief er die Regierung dazu auf, die äthiopische Gemeinschaft in Israel zu unterstützen, von denen viele in relativer Armut leben.


Schmelztiegel Armee - israelisch-äthiopische Soldatinnen (Foto: IDF)

(The Jerusalem Post, 05.08.08)