Montag, 18.08.2008




Iran testet Satellitenträgerrakete

Der Iran hat am Samstag erfolgreich eine Rakete getestet, die zukünftig einen Forschungssatelliten ins All schicken soll. Das Raumfahrtprogramm der Islamischen Republik sorgt ebenso wie ihr Atomprogramm international für Beunruhigung. Die Technologie, die für den Transport von Satelliten ins All verwendet wird, kann auch für den Transport von (atomaren) Sprengköpfen eingesetzt werden.

Erstmals hat der Iran im Jahr 2005 einen kommerziellen Satelliten mit einer russischen Trägerrakete ins All geschickt. Moskau ist offensichtlich der Hauptkooperationspartner des iranischen Raumfahrtprogramms.

Am Sonntag gab der Iran außerdem bekannt, dass er die Einsatzmöglichkeiten seiner Luftwaffe erheblich erweitert habe. Iranische Flugzeuge könnten nun ohne einen Zwischenstopp zum Tanken bis zu 3000 Km weit fliegen. Dies bedeutet, dass sie in einem Flug Israel erreichen und danach in den Iran zurückkehren könnten.

(Haaretz, 18.08.08)