Mittwoch, 20.08.2008




IWF: Sanktionen schaden dem Iran

Der Internationale Währungsfond (IWF) hat vergangene Woche einen Jahresbericht zur iranischen Wirtschaft veröffentlicht, in dem die schädliche Wirkung der internationalen Sanktionen gegen die Islamische Republik hervorgehoben wird.

„Die Sanktionen der UNO und der USA gegen bestimmte iranische Einrichtungen haben Schwierigkeiten für die Handelsfinanzierung und den Zahlungsverkehr mit sich gebracht, ausländische Investitionen verhindert und dadurch die Profitabilität der jeweiligen Finanzinstitute beeinträchtigt.“

„Die Profitabilität von unter Sanktionen stehenden Banken ist beeinträchtigt worden. Vor diesem Hintergrund haben die Behörden jüngst drei staatseigene Banken rekapitalisiert. […] Einige Banken sind jedoch im März 2008 noch unterfinanziert gewesen.“

„Die Wirtschaft zeigt infolge hoher Ölpreise und politischen Anreizes Anzeichen einer Überhitzung. […] Die Inflation wird voraussichtlich bei etwa 25% bleiben.“

„Wenn die Preise für Rohöl auf 75$ pro Barrel fallen, wird das Land mittelfristig Leistungsbilanzdefizite verzeichnen, die aufgrund des beschränkten Zugangs des Iran zu internationalen Finanzmärkten untragbar wären.“

Der vollständige IWF-Bericht findet sich unter dem folgenden Link: http://www.imf.org/external/pubs/ft/scr/2008/cr08284.pdf

(IWF, August 2008)