Freitag, 29.08.2008




Aufwind für Sonnenenergie

Auf einer privaten Farm im Negev ist eine 50-Kilowatt-Solarenergieanlage errichtet worden. Die Inhaber Orit und Moshe Tenne haben das System, das das erste seiner Art in Israel ist, schrittweise über die letzten zwei Jahre aufgebaut. Die sowohl auf einem Hausdach als auch auf dem Erdboden betriebene Anlage soll noch durch eine 2-Kilowatt-Windturbine ergänzt werden.

Die Gesamtkosten des Systems werden auf 1.5 Millionen Shekel geschätzt. Ein Drittel des erzeugten Stroms wird die Farm selber verbrauchen, die restlichen zwei Drittel werden an die Israel Elecric Cooperation (IEC) verkauft.

Die Anlage der Tennes im Kreis Ramat Hanegev wird als Bestätigung dafür betrachtet, dass es möglich ist, in landwirtschaftlichen Einrichtungen individuelle Solarenergiesysteme zu installieren.

(Globes, 27.08.08)

Währenddessen gibt es von staatlicher Seite gute Nachrichten für den israelischen Energiemarkt: Das Infrastrukturministerium und die Grundbesitzbehörde haben entschieden, Nutzflächen für die Produktion erneuerbarer Energien gänzlich oder teilweise von den normalerweise anfallenden Pachtzinsen zu befreien.

Durch die Entscheidung werden der Staatskasse Millionen von Shekeln entgehen. Andererseits wird dadurch jedoch zu Investitionen in erneuerbare Energien angereizt.

Die neue Regelung betrifft auch Solarzellen und Windturbinen auf Hausdächern. In diesem Bereich haben sich vor allem die Moshavim und Kibbutzim verdient gemacht.

(Haaretz, 29.08.08)