Dienstag, 23.09.2008




New Yorker Großdemonstration gegen Ahmadinejad

Tausende von Demonstranten haben am Montag gegen die Teilnahme des iranischen Staatspräsidenten Mahmoud Ahmadinejad an der UN-Vollversammlung protestiert. Zu der von mehreren jüdischen Organisationen organisierten Kundgebung erschienen u. a. die Knesset-Vorsitzende Dalia Itzik und Friedensnobelpreisträger Eli Wiesel.

Wiesel rief dem iranischen Führer in seiner Rede „Go home and stay home“ zu und sagte, dessen Platz sei nicht bei den Vereinten Nationen, sondern vor dem internationalen Kriegsverbrechertribunal, wo er wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden sollte. Er verurteilte Ahmadinejad für seine wiederholten Aufrufe zur Vernichtung Israels und das Predigen von Hass.

Itzik sagte, sie hätte nie geglaubt, dass wieder existentielle Drohungen gegen das jüdische Volk ausgestoßen werden würde, doch zu ihrem Bedauern sei der „Albtraum zurück“. Man müsse Ahmadinejad aufgrund der bitteren historischen Erfahrung ernst nehmen. „Die freie Welt muss handeln, um ihn zu stoppen“, forderte die Knesset-Vorsitzende.

Aus Sicherheitsgründen musste Dali Itzik während ihrer Rede eine schusssichere Weste tragen.

(Yedioth Ahronot, 22.09.08)