Donnerstag, 25.09.2008




Terroristische Umtriebe in Ostjerusalem

In den arabischen Stadtteilen Jerusalems ist ein steiler Anstieg terroristischer Aktivitäten zu verzeichnen. Dies wurde in einer Unterrichtung offenbar, die Jerusalems Polizeichef Aharon Franco gestern veranstaltet hat. Direkter Anlass ist die Anklage gegen drei Ostjerusalemer Araber wegen der Ermordung von zwei Sicherheitskräften.

250 arabische Einwohner der Hauptstadt sind in diesem Jahr wegen der Involvierung in den Terrorismus verhaftet worden. Diese Zahl übersteigt diejenige des Vorjahrs um ein Vielfaches. Sorge bereitet der Polizei nicht zuletzt der zunehmende Waffenhandel, wogegen die Polizei nach Auskunft Francos verstärkt vorgehe.

Der Polizeichef betont bei all dem jedoch, dass die Mehrheit der Palästinenser in Ostjerusalem keinerlei Verbindung zu Terrororganisationen haben und der Anstieg von Anschlägen keine neue Welle allgemeiner Gewalt signalisieren würde. Die Terroristen, die die jüngsten Anschläge verübt haben, seien Einzeltäter, die ohne Unterstützung von dritter Seite gehandelt hätten. Aus diesem Grund seien sie im Vorfeld schwer dingfest zu machen.

(Haaretz, 25.09.08)


Am Übergang Hawara im Westjordanland ist am Mittwochnachmittag ein Terrorakt verhindert worden. Ein 16jähriger Palästinenser zückte ein Messer, um einen israelischen Soldaten zu erstechen, der jedoch seinerseits noch rechtzeitig seine Waffe erheben und den Terroristen dadurch dazu verleiten konnten, sein Mordinstrument fallen zu lassen.

Zuvor konnten israelische Soldaten nahe dem Dorf Sinjil nördlich von Ramallah den Versuch mehrerer Palästinenser vereiteln, sie mit einem Bulldozer und zwei weiteren Fahrzeugen zu überfahren. Die vier Palästinenser hatten bereits die Absperrung durchbrochen. Nachdem die Soldaten in die Luft geschossen hatten, ließen sie jedoch von ihrem Vorhaben ab und konnten festgenommen werden.

(Yedioth Ahronot, 24.09.08)