Montag, 06.10.2008




Israel warnt vor nordkoreanischer Proliferation

Israel betrachtet Nordkorea als gefährlichen und bedrohlichen Proliferatoren im Nahen Osten. Das Land liefere konventionelle Waffen und Nukleartechnologie an mindestens ein halbes Dutzend von Staaten in der Region.

Diese Anklage wurde am Samstag vom stellvertretenden Leiter der Israelischen Atomenergiekommission, David Danieli, vor der Generalkonferenz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien erhoben. Danieli unterstrich, dass Pjöngjang „seit langem zu einer Quelle gefährlicher und bedrohlicher Proliferation von Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten“ geworden sei. Dies werde international zu wenig beachtet.

Neben dem Iran, Syrien und Libyen stehen auch andere Staaten des Nahen Ostens im Verdacht, nukleartechnologische Hilfe von Nordkorea bezogen zu haben.

IAEA-Generaldirektor Mohamed ElBaradei hatte bereits Anfang des Monats mitgeteilt, dass Nordkorea die Inspektoren seiner Behörde ausgewiesen habe und seine Nuklearanlage, die im Verdacht der Herstellung von waffentauglichem Material steht, wieder in Betrieb genommen habe. Ein Delegierter aus Südkorea brachte angesichts dessen seine große Besorgnis zum Ausdruck.

(Yedioth Ahronot, 04.10.08)

Kurz zuvor hatte Syrien der IAEA zweischneidige Avancen gemacht.  So beteuerte der Leiter der syrischen Atomenergiekommission, Ibrahim Othman, am Freitag, dass sein Land zwar mit der Behörde kooperieren wolle, jedoch nicht bereit sei, ihr Einblick in militärische Anlagen zu gewähren. Eben diesen hatte die IAEA freilich erbeten.

(Yedioth Ahronot, 03.10.08)