Dienstag, 07.10.2008




NATO-Generalsekretär besorgt über Irans Atombombenpläne

NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hat seiner großen Besorgnis über das iranische Atomprogramm Ausdruck verliehen. Gleichzeitig zeigte er sich pessimistisch in Bezug auf die Fähigkeit der internationalen Gemeinschaft, die Islamische Republik am Bau einer Atombombe zu hindern.

„Ich bin mir nicht sicher, dass die Welt in der Lage ist, den Iran von der Erfüllung seiner Ziele abzuhalten“, sagte Scheffer am Montag auf einer Konferenz in Frankreich. Dabei betonte er: „Es ist eine zentrale Herausforderung, den Iran daran zu hindern, dass er mit seinem Streben nach der Bombe fortfährt.“ Der UN-Sicherheitsrat sei offensichtlich nicht in der Lage, zu Beschlüssen über weitere Sanktionen zu gelangen.

Der NATO-Generalsekretär wies auch auf das Bedrohungspotential in Form der Raketentechnologie hin, die der Iran „mit großer Geschwindigkeit“ entwickle. „Dies wird ein Faktor für die Sicherheit der Vereinigten Staaten und selbstverständlich Europas.“

Ebenfalls am Montag übergab Teheran dem Hohen Vertreter für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU, Javier Solana, einen Brief, in dem noch einmal unterstrichen wird, dass der Iran sich nicht durch Druck von außen von seinem Atomprogramm abbringen lassen würde.

(Haaretz, 07.10.08)